Eine persönliche Zeitreise in meinen Geburtsort. Ein Rückblick auf das Düsseldorf des Jahres 1962, die industrielle Vergangenheit Lierenfelds, den Wandel eines Stadtteils und eine ganz besondere Familiengeschichte, die eng mit der Düsseldorfer Rheinbahn verbunden ist.
„Mein Name ist Jakob Diener“
Ich bin in Düsseldorf-Lierenfeld geboren und habe im Laufe meines Lebens unterschiedliche Erfahrungen gesammelt, die mich bis heute prägen.
„Ein Stadtteil und der Beginn meiner Lebensgeschichte“
- Düsseldorf-Lierenfeld ist für mich nicht einfach irgendein Stadtteil der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt.
- Es ist der Ort, an dem meine persönliche Lebensgeschichte begonnen hat. Ich wurde 1962 in Düsseldorf-Lierenfeld geboren, und zwar nicht in einem Krankenhaus, sondern zu Hause.
- Wenn ich heute auf meinen Geburtsort zurückblicke und die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte betrachte, wird deutlich, wie sehr sich dieser Stadtteil verändert hat.
- Aus einem ursprünglich ländlich geprägten Gebiet entwickelte sich im Laufe der Industrialisierung ein bedeutender Industrie- und Arbeiterstadtteil Düsseldorfs.
- Meine Geburtszeit fiel in eine Phase, in der die industrielle Produktion, das Handwerk, der Güterverkehr und die großen Düsseldorfer Verkehrsbetriebe das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben noch wesentlich stärker bestimmten als heute.
- 1962 hatte Düsseldorf rund 705.000 Einwohner.
- Die Stadt befand sich weiterhin im wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegszeit.
- Neue Wohnungen entstanden, die Infrastruktur wurde ausgebaut und die industrielle Wirtschaft bildete eine wichtige Grundlage des städtischen Lebens.
- Heute, 64 Jahre später, präsentiert sich Lierenfeld mit einer völlig anderen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Struktur.
- Dennoch sind viele Spuren seiner Vergangenheit bis heute sichtbar.
„Von der ländlichen Gegend zum Industrie- und Arbeiterviertel“
- Die historischen Wurzeln Lierenfelds reichen mehrere Jahrhunderte zurück. Ursprünglich handelte es sich um eine überwiegend ländlich geprägte Gegend mit vereinzelten Höfen und landwirtschaftlich genutzten Flächen.
- Mit der fortschreitenden Industrialisierung änderte sich das Erscheinungsbild grundlegend.
- Neue Produktionsstätten, Ziegeleien, Werkstätten und Wohnquartiere entstanden. Die Nähe zu wichtigen Verkehrsverbindungen machte Lierenfeld zunehmend interessant für industrielle Unternehmen.
- Bereits im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Stadtteil zu einem bedeutenden Industriestandort innerhalb Düsseldorfs.
- Besonders die Entwicklung des Eisenbahnverkehrs und die Ansiedlung großer Produktionsbetriebe prägten die weitere Geschichte.
- Zu den bedeutenden Unternehmen gehörten die Düsseldorfer Waggonfabrik, später unter dem Namen DUEWAG bekannt, die Mannesmannröhren-Werke und verschiedene Maschinenbau- und Metallverarbeitungsbetriebe.
- Diese Unternehmen schufen Arbeitsplätze und beeinflussten das gesellschaftliche Leben ganzer Familiengenerationen.
- Lierenfeld war damit nicht nur ein Wohnort, sondern auch ein wichtiger Arbeitsplatzstandort für zahlreiche Menschen aus Düsseldorf und dem Umland.
„Das Düsseldorf des Jahres 1962 – Eine andere Zeit“
- Als ich 1962 geboren wurde, befand sich Düsseldorf in einer wirtschaftlich und gesellschaftlich bewegten Zeit.
- Die Nachkriegsjahre hatten das Stadtbild bereits erheblich verändert.
- Der Wiederaufbau war weit fortgeschritten, und die Stadt entwickelte sich zu einem bedeutenden Wirtschafts- und Verwaltungsstandort.
- Die Menschen lebten in einer überwiegend analogen Welt.
- Das Telefon gehörte noch längst nicht in jedem Haushalt zur Selbstverständlichkeit.
- Nachrichten wurden über Zeitungen, Radio und Fernsehen verbreitet.
- Fotografiert wurde überwiegend mit analogen Kameras, und viele Familien bewahrten ihre Erinnerungen in Fotoalben auf.
- Die Arbeitswelt war stärker durch körperliche Tätigkeiten, industrielle Produktion und handwerkliche Berufe geprägt.
- Auch der öffentliche Personennahverkehr hatte eine andere Bedeutung als heute.
- Straßenbahnen waren ein selbstverständlicher Bestandteil des täglichen Lebens.
- Sie verbanden Wohngebiete, Arbeitsstätten, Einkaufsstraßen und wichtige Verkehrsknotenpunkte miteinander.
- 1962 war außerdem das Jahr, in dem der Düsseldorfer Jan-Wellem-Platz eine zentrale Bedeutung für den Straßenbahnverkehr erhielt.
- Wer damals in Düsseldorf unterwegs war, erlebte eine Stadt, deren Verkehrssystem noch wesentlich stärker von Straßenbahnen und ihren Beschäftigten geprägt wurde.
„Die Rheinbahn – Ein Stück Düsseldorfer Verkehrsgeschichte“
- Die Geschichte Lierenfelds lässt sich kaum erzählen, ohne einen genaueren Blick auf die Düsseldorfer Rheinbahn zu werfen.
- Die Rheinbahn war und ist ein wichtiger Bestandteil der Verkehrsinfrastruktur der Landeshauptstadt.
- Ihre Straßenbahnen transportierten täglich Tausende Menschen zu ihren Arbeitsplätzen, Schulen, Geschäften und nach Hause.
- Hinter diesem Verkehrssystem standen zahlreiche Beschäftigte, die dafür sorgten, dass der tägliche Betrieb funktionierte.
- Straßenbahnfahrer, Schaffnerinnen, Werkstattmitarbeiter, technische Angestellte und Beschäftigte in den Betriebshöfen bildeten eine große Arbeitsgemeinschaft.
- Besonders interessant ist dabei die damalige Aufteilung der Tätigkeiten.
- Während der Straßenbahnfahrer für die sichere Führung des Fahrzeugs verantwortlich war, kümmerte sich die Schaffnerin unter anderem um den Fahrscheinverkauf und die Fahrkartenkontrolle.
- Die Schaffnerinnen gehörten damals ganz selbstverständlich zum Straßenbahnbetrieb.
- Erst mit der schrittweisen Einführung automatischer Fahrscheinentwerter ab 1967 veränderte sich dieses Berufsbild grundlegend.
„Eine Liebe auf Schienen – Die Geschichte meiner Eltern“
- An dieser Stelle wird die Düsseldorfer Verkehrsgeschichte für mich ganz persönlich.
- Meine Eltern, Ralf Diener und Christel Diener, geborene Cremer, lernten sich bei der Rheinbahn kennen und lieben.
- Mein Vater arbeitete damals als Straßenbahnfahrer. Meine Mutter war als Schaffnerin tätig.
- Beide waren immer wieder gemeinsam auf derselben Straßenbahn eingesetzt.
- Man kann sich heute nur noch schwer vorstellen, wie der damalige Arbeitsalltag aussah. Die Straßenbahn war nicht einfach nur ein Verkehrsmittel, sondern zugleich ein Arbeitsplatz, an dem Fahrer und Schaffnerinnen viele Stunden miteinander verbrachten.
- Gemeinsame Dienste, wechselnde Fahrgäste, unterschiedliche Linien und der tägliche Kontakt mit den Menschen gehörten zum Berufsalltag.
- Aus dieser beruflichen Begegnung entwickelte sich eine persönliche Beziehung.
- So begann die gemeinsame Geschichte meiner Eltern bei der Düsseldorfer Rheinbahn.
- Beide sind inzwischen verstorben. Ihre Geschichte bleibt jedoch ein wichtiger Bestandteil meiner eigenen Familiengeschichte.
- Wenn ich heute auf die damalige Zeit zurückblicke, bekommt die Geschichte der Rheinbahn für mich eine ganz andere Bedeutung.
- Sie ist nicht mehr ausschließlich Unternehmens- und Verkehrsgeschichte, sondern zugleich ein Stück Familiengeschichte.
„Die Betriebshöfe und Depots – Wo die Straßenbahnen zu Hause waren“
- Ein besonders interessanter Bestandteil unserer historischen Betrachtung ist die Entwicklung der Düsseldorfer Betriebshöfe.
- In Lierenfeld befindet sich heute der große Rheinbahn-Betriebshof an der Lierenfelder Straße.
- Die Anlage wurde am 29. November 1991 eröffnet und führte verschiedene zuvor getrennte Betriebsstandorte zusammen.
- Dort befinden sich Abstellhallen, Werkstätten und weitere technische Einrichtungen für die Fahrzeuge.
- Die Geschichte der Betriebshöfe reicht allerdings wesentlich weiter zurück.
- Ein weiterer historisch interessanter Standort ist das ehemalige Omnibusdepot an der Eintrachtstraße.
- Dieses wurde 1957 eröffnet und konnte bis zu 150 Omnibusse aufnehmen.
- Auch wenn dieser Standort nicht mit einem Straßenbahndepot gleichgesetzt werden darf, gehört er zur Verkehrsgeschichte des damaligen Düsseldorfs.
- Die Entwicklung der Rheinbahn zeigt, wie sich die Organisation des öffentlichen Personennahverkehrs über mehrere Jahrzehnte verändert hat.
- Für meine Familiengeschichte ist insbesondere die Frage interessant, an welchem Betriebshof mein Vater seinen Dienst antrat und von welchem Standort aus die damaligen Straßenbahnen eingesetzt wurden.
- Das historische Unternehmensarchiv der Rheinbahn, das sich heute im Stadtarchiv Düsseldorf befindet, könnte hierzu weitere Informationen liefern.
„Die großen Industriebetriebe und ihr Verschwinden“
- Lierenfeld war über Jahrzehnte hinweg ein bedeutender Industriestandort.
- Besonders die Düsseldorfer Waggonfabrik DUEWAG spielte eine wichtige Rolle.
- Der Betrieb ging auf das Unternehmen von Albert Schöndorff zurück, das 1919 nach Lierenfeld verlegt wurde.
- Dort entstanden über Jahrzehnte Straßenbahnfahrzeuge, die nicht nur in Düsseldorf, sondern auch in zahlreichen anderen Städten eingesetzt wurden.
- Im Jahr 2000 endete die Produktion am Standort.
- Auch die Mannesmannröhren-Werke gehörten zur industriellen Geschichte Lierenfelds. Die Produktion am betreffenden Standort endete 1987.
- Ein weiterer Einschnitt war die Schließung des Maschinenbaustandortes von Metso Lindemann im Jahr 2015.
- Damit verschwanden nach und nach wichtige industrielle Arbeitgeber aus dem Stadtteil.
- Diese Entwicklung war allerdings kein ausschließliches Düsseldorfer Phänomen.
- In zahlreichen deutschen Industriestädten veränderten sich die wirtschaftlichen Strukturen durch Rationalisierung, Produktionsverlagerungen und den wachsenden Dienstleistungssektor.
- Lierenfeld musste sich ebenfalls neu orientieren.
„Wohnen und Leben – Zwischen Vergangenheit und Gegenwart“
- Neben der Industriegeschichte ist auch die Entwicklung der Wohngebiete interessant.
- Eine wichtige Rolle spielt dabei die Siedlung Heimgarten, die bereits 1919 und 1920 entstand.
- Sie gehört zu den historischen Wohnquartieren Lierenfelds und steht beispielhaft für die damaligen Bemühungen, bessere Wohnbedingungen für die Bevölkerung zu schaffen.
- 1962 existierte diese Siedlung bereits seit mehreren Jahrzehnten.
- Das damalige Wohnumfeld war allerdings insgesamt stärker von der klassischen Industriegesellschaft geprägt.
- Viele Menschen lebten in unmittelbarer Nähe zu ihren Arbeitsstätten. Nachbarschaftliche Kontakte, Vereine, Gaststätten und örtliche Geschäfte hatten einen hohen Stellenwert im Alltag.
- Heute präsentiert sich Lierenfeld wesentlich vielfältiger.
- Ältere Wohngebäude stehen neben modernisierten Immobilien und neueren Wohnprojekten. Ehemalige Industrieflächen wurden teilweise umgenutzt.
- Auch die Bevölkerungsstruktur hat sich verändert.
- Nach den verfügbaren Zahlen lebten 2023 rund 11.075 Menschen in Lierenfeld.
- Der Stadtteil ist heute durch eine vielfältige Bevölkerung und unterschiedliche Lebensformen geprägt.
- Die historische Entwicklung lässt sich somit auch an den Veränderungen des Wohnens und Zusammenlebens ablesen.
„Der Wandel eines Stadtteils – Lierenfeld im Jahr 2026“
- Wenn ich das Lierenfeld meiner Geburtszeit mit dem heutigen Stadtteil vergleiche, fallen zahlreiche Veränderungen auf.
- Die großen Industrieanlagen haben teilweise ihre ursprüngliche Funktion verloren. Ehemalige Fabrikgebäude wurden umgebaut, neue Gewerbeflächen entstanden und Kultur- sowie Veranstaltungsstätten ergänzen inzwischen das Angebot.
- Das Stahlwerk und Tor 3 sind Beispiele für die neue Nutzung ehemaliger Industrieflächen.
- Gleichzeitig ist Lierenfeld weiterhin ein wichtiger Gewerbe- und Wirtschaftsstandort.
- Auch die Verkehrsinfrastruktur hat sich weiterentwickelt. Die Rheinbahn ist weiterhin präsent, allerdings mit einer anderen Betriebsorganisation und moderneren Fahrzeugen.
- Die Bevölkerung ist internationaler geworden.
- Die Haushaltsstrukturen haben sich verändert, und die Digitalisierung hat nahezu sämtliche Lebensbereiche erfasst.
- Zwischen 1962 und 2026 liegen 64 Jahre gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und technischer Entwicklung.
- Wer heute durch Lierenfeld fährt, erkennt deshalb nicht unbedingt auf den ersten Blick, wie stark dieser Stadtteil früher von der industriellen Produktion und dem klassischen Arbeiterleben geprägt war.
„Mein persönlicher Rückblick – Ein Geburtsort bleibt ein Teil der eigenen Geschichte“
- Für mich ist Düsseldorf-Lierenfeld mehr als eine geografische Bezeichnung.
- Hier begann 1962 mein Leben.
- Hier haben meine Eltern ihre gemeinsame Geschichte begonnen, nachdem sie sich bei der Düsseldorfer Rheinbahn kennengelernt hatten.
- Mein Vater Ralf Diener war Straßenbahnfahrer. Meine Mutter Christel Diener, geborene Cremer, arbeitete als Schaffnerin.
- Ihre gemeinsame berufliche Tätigkeit und ihre Begegnungen auf derselben Straßenbahn wurden zum Ausgangspunkt einer persönlichen Lebensgeschichte, aus der schließlich auch meine eigene Geschichte hervorging.
- Wenn ich heute die Entwicklung Lierenfelds betrachte, sehe ich deshalb nicht nur alte Fabriken, Straßen, Wohnhäuser und Verkehrsanlagen.
- Ich sehe einen Stadtteil, der sich über Generationen hinweg verändert hat und dessen Geschichte eng mit der Lebensgeschichte vieler Düsseldorfer Familien verbunden ist.
- Die Rheinbahn, die Industrieunternehmen, die ehemaligen Betriebshöfe und die historischen Wohnquartiere sind dabei wichtige Bestandteile dieses Gesamtbildes.
- Besonders interessant wäre es, anhand der historischen Luftbilder aus den Jahren 1958 und 1967 die damalige Bebauung mit dem heutigen Stadtbild zu vergleichen.
- Auch das historische Archiv der Rheinbahn könnte noch weitere Einzelheiten über die Arbeitswelt meiner Eltern und ihre damaligen Einsatzorte liefern.
Die Geschichte meines Geburtsortes ist damit zugleich ein Stück Düsseldorfer Stadtgeschichte, Verkehrsgeschichte und Familiengeschichte.
„Düsseldorf-Lierenfeld – 64 Jahre zwischen Vergangenheit und Gegenwart“
- Ein Ort, an dem meine Lebensgeschichte begann und an dem auch die gemeinsame Geschichte meiner Eltern ihren Anfang nahm.
„Meine Rückkehr in meine Heimat Düsseldorf“
- Ab Mitte 2027 werde ich in meine Heimatstadt Düsseldorf zurückkehren und dort dauerhaft meinen Lebensmittelpunkt haben.
- Die vergangenen sieben Jahre waren aufgrund einer schweren Erkrankung eine besonders schwierige Zeit in meinem Leben.
- Doch gerade aus diesen persönlichen Erfahrungen habe ich vieles gelernt und wertvolle Erkenntnisse gewonnen.
- Ich möchte diese Erfahrungen künftig nutzen, um insbesondere älteren Menschen unterstützend zur Seite zu stehen.
- Dabei geht es mir darum, Menschen bei wichtigen bürokratischen Angelegenheiten und Antragstellungen zu helfen.
- Dazu gehören beispielsweise Anträge bei Krankenkassen, Rentenversicherungsträgern, Pflegekassen und anderen Sozialleistungsträgern sowie die Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen, beim Zusammenstellen erforderlicher Unterlagen und bei der Orientierung innerhalb der oftmals komplizierten Verwaltungsstrukturen.
- Mein Anliegen ist es, älteren Menschen eine verlässliche Unterstützung anzubieten, ihnen bürokratische Hürden zu erleichtern und ihnen dort zu helfen, wo sie alleine möglicherweise nicht mehr weiterkommen.
- Aus diesem Grund beschäftige ich mich auch mit dem Aufbau und der Ausrichtung des Serviceteams Düsseldorf.

- Ich möchte meine Rückkehr nach Düsseldorf nicht nur als persönliche Heimkehr verstehen, sondern gleichzeitig als einen neuen Lebensabschnitt, in dem ich meine eigenen Erfahrungen sinnvoll einsetzen und anderen Menschen etwas zurückgeben kann.




Neueste Kommentare