Düsseldorf und die Königsallee – meine Heimatstadt, ihre Geschichte und ihr Wandel

“Düsseldorf ist für mich mehr als nur eine Stadt”

  • Wenn ich über Düsseldorf schreibe, dann schreibe ich nicht über irgendeine Stadt.
  • Düsseldorf ist ein wichtiger Teil meiner eigenen Lebensgeschichte.

“Lierenfeld und Meerbusch-Osterath”

  • Mein Name ist Jakob Diener.
  • Ich wurde 1962 in Düsseldorf-Lierenfeld geboren und habe meine frühe Kindheit bis zu meinem achten Lebensjahr in Meerbusch-Osterath verbracht.

”Meine Verbindung zum Rheinland und insbesondere zu Düsseldorf reicht damit bis in meine frühesten Kindheitserinnerungen zurück”

  • Ich bin also nicht nur Rheinländer und freiberuflicher Journalist und Redakteur aus Nordrhein-Westfalen, sondern auch gebürtiger Düsseldorfer.
  • Seit meiner Geburt im Jahr 1962 habe ich die Entwicklung dieser Region und später insbesondere die Entwicklung Düsseldorfs über viele Jahrzehnte miterlebt.
  • Genau deshalb betrachte ich Düsseldorf heute nicht ausschließlich mit den Augen eines Journalisten.

”Ich kenne diese Stadt auch aus einer ganz persönlichen Perspektive”

  • Und genau diese Verbindung möchte ich in diese Analyse bewusst mit einbringen.
  • Denn wenn ich über Düsseldorf und insbesondere über die Königsallee schreibe, dann geht es mir nicht darum, einfach einen weiteren typischen Stadt Beitrag zu produzieren.

”Ich möchte erklären, woher die Königsallee kommt, wie sie entstanden ist, welche Bedeutung sie für Düsseldorf besitzt und wie sie sich im Laufe der Jahrzehnte verändert hat”

  • Dabei fließen natürlich historische Fakten, Zahlen und Daten ein.
  • Aber genauso wichtig ist für mich die persönliche Perspektive eines Menschen, der diese Stadt seit Jahrzehnten kennt und ihre Entwicklung immer wieder aus einem anderen Blickwinkel erlebt hat.

“Meine Kindheit zwischen Meerbusch-Osterath und Düsseldorf”

  • Meine persönliche Geschichte mit Düsseldorf beginnt 1962 in Lierenfeld.
  • Meine ersten acht Lebensjahre habe ich allerdings in Meerbusch-Osterath verbracht.
  • Damit gehören zwei Orte zu meiner frühen Lebensgeschichte, die zwar unmittelbar zur rheinischen Region gehören, aber jeweils ihren ganz eigenen Charakter besitzen.

”Wenn ich heute über das Rheinland und Düsseldorf nachdenke, dann ist diese frühe Verbindung für mich durchaus wichtig”

Denn Heimat ist für mich nicht ausschließlich eine postalische Adresse.

  • Heimat besteht auch aus Erinnerungen, Eindrücken, Menschen, Straßen, Gebäuden und Veränderungen, die man über einen sehr langen Zeitraum wahrnimmt.
  • Später wurde Düsseldorf für mich immer stärker zu dem Bezugspunkt, mit dem ich meine eigene Entwicklung und mein Leben verbinde.
  • Und wenn ich heute auf die Stadt schaue, dann sehe ich natürlich das Düsseldorf des Jahres 2026.
  • Gleichzeitig habe ich aber immer auch die Stadt vor Augen, die ich aus früheren Jahrzehnten kenne.
  • Genau dieser zeitliche Abstand macht eine persönliche Analyse für mich besonders interessant.

“Die Königsallee ist das wohl bekannteste Gesicht Düsseldorfs”

  • Wenn irgendwo außerhalb Düsseldorfs der Name „Königsallee“ fällt, wissen die meisten Menschen sofort, worum es geht.

”Die Kö gehört zu den bekanntesten Straßen Deutschlands und ist international mit Düsseldorf verbunden”

  • Luxus, Mode, Banken, Architektur, Hotels, Gastronomie, Shopping und der berühmte Wassergraben gehören heute zum Bild dieser Straße.
  • Internationale Marken wie Prada, Gucci, Hermès, Chanel, Dior oder Louis Vuitton haben hier ihre Geschäfte beziehungsweise Standorte.
  • Doch die Königsallee ist wesentlich älter als dieses heutige Luxus- und Einkaufs-Image.
  • Ihre Geschichte reicht bis in eine Zeit zurück, in der Düsseldorf noch eine wesentlich kleinere Stadt war und die heutigen Innenstadtflächen teilweise Bestandteil der alten Befestigungsanlagen waren.
  • Genau diese historische Entwicklung finde ich besonders spannend.

“Aus Befestigungsanlagen wurde eine der bekanntesten Alleen Deutschlands”

  • Zu Beginn des 19. Jahrhunderts veränderte sich Düsseldorf grundlegend.
  • Nachdem die Festungsanlagen der Stadt ab etwa 1801 geschleift worden waren, entstanden Flächen, die völlig neu gestaltet werden konnten.
  • Damit begann eine städtebauliche Entwicklung, die Düsseldorf bis heute prägt.
  • Um 1803 und 1804 wurden der erweiterte Hofgarten, die heutige Königsallee und die heutige Heinrich-Heine-Allee angelegt.
  • Was ursprünglich Bestandteil der Verteidigungsanlagen einer Stadt gewesen war, wurde damit zu einem öffentlichen Raum mit Grünanlagen, Wasser und großzügigen Wegen.

”Für mich ist das eines der interessantesten Beispiele dafür, wie eine Stadt ihre eigene Geschichte weiterentwickeln kann”

  • Aus militärischer Infrastruktur wurde ein Teil der modernen Stadtlandschaft.
  • An der Gestaltung dieses neuen Düsseldorfer Stadtbereichs waren verschiedene Fachleute beteiligt, darunter Hofbaumeister Caspar Anton Huschberger, Wasserbaumeister Christian Wilhelm Gottlieb Bauer und der bedeutende Gartenarchitekt Maximilian Friedrich Weyhe.

“Die Königsallee hieß zunächst Kastanienallee”

  • Heute ist der Name Königsallee selbstverständlich.
  • Ursprünglich hieß die Straße jedoch die Kastanienallee.
  • Der Name bezog sich auf die Bepflanzung der Allee.
  • Der Charakter der Straße wurde bereits damals wesentlich durch die Verbindung von Bäumen, Wasser und großzügigem Straßenraum bestimmt.
  • Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Kastanienallee zunehmend zu einer bedeutenden und repräsentativen Adresse.
  • Wohlhabende Bürger siedelten sich an, und die Straße wurde immer stärker zu einem wichtigen Bestandteil des Düsseldorfer Stadtlebens.
  • Doch ausgerechnet ein politisch turbulentes Ereignis sollte später für die Namensänderung sorgen.

“Die ungewöhnliche Geschichte hinter dem Namen Königsallee”

  • Das Jahr 1848 war in Europa und auch in den deutschen Staaten von politischen Spannungen und revolutionären Bewegungen geprägt.

”Auch Düsseldorf blieb davon nicht unberührt”

  • Als der preußische König Friedrich Wilhelm IV. Düsseldorf besuchte, kam es auf der damaligen Kastanienallee zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall.
  • Nach der überlieferten Geschichte wurde der König mit Pferdemist beworfen.
  • Aus heutiger Sicht klingt diese Episode beinahe unglaublich.
  • Sie gehört aber tatsächlich zur Geschichte der Straße.

”1851 wurde die Kastanienallee in Königsallee umbenannt”

  • Die Umbenennung wird im Zusammenhang mit diesem Vorfall und als Zeichen der Versöhnung beziehungsweise Sühne überliefert.
  • Wenn ich diese Geschichte betrachte, muss ich als Düsseldorfer natürlich ein wenig schmunzeln.
  • Denn die heutige Königsallee steht für Eleganz, Luxus, internationale Besucher und gepflegte Fassaden. Ihre Namensgeschichte erinnert dagegen daran, dass Düsseldorf schon vor rund 175 Jahren eine Stadt war, in der es politisch und gesellschaftlich durchaus temperamentvoll zuging.

“Der Kö-Graben ist das eigentliche Herz der Straße”

  • Für mich wäre die Königsallee ohne ihren Wassergraben nicht dieselbe Straße.
  • Der Kö-Graben gehört zu den wichtigsten Gestaltungselementen des gesamten Ensembles.
  • Die Wasserfläche umfasst ungefähr 18.000 Quadratmeter.
  • Der historische Grünbereich umfasst rund 2,31 Hektar.

”Hinzu kommen drei Brücken, verschiedene Brunnen, Bäume und bedeutende Kunstwerke”

  • Dazu gehören beispielsweise die Tritonengruppe und der Bergische Löwe.
  • Auch der Bereich um Corneliusplatz und das Kö-Gärtchen gehören zum charakteristischen Umfeld.
  • Der Wassergraben sorgt dafür, dass die Königsallee nicht wie eine gewöhnliche Einkaufsstraße wirkt.
  • Er schafft Abstand zwischen den beiden Seiten der Straße und gleichzeitig eine visuelle Verbindung.
  • Wasser, Bäume, Architektur und Menschen ergeben gemeinsam das Bild, das wir heute mit der Kö verbinden.

“Maximilian Friedrich Weyhe und das grüne Düsseldorf”

  • Bei der Entwicklung des Düsseldorfer Stadtbildes spielte Maximilian Friedrich Weyhe eine wichtige Rolle.
  • Sein Name ist eng mit dem Hofgarten und der Gestaltung verschiedener Grünbereiche verbunden.
  • Die Verbindung zwischen Hofgarten, Königsallee und Heinrich-Heine-Allee ist ein wesentlicher Bestandteil der historischen Stadtentwicklung.
  • Wenn ich heute darüber nachdenke, wird mir immer wieder bewusst, wie vorausschauend diese Gestaltung gewesen ist.

“Düsseldorf ist eine Großstadt”

  • Trotzdem besitzt die Innenstadt bis heute überraschend viele Bereiche, in denen Wasser, Bäume und Grünflächen eine wichtige Rolle spielen.
  • Gerade die Königsallee zeigt, dass eine repräsentative Geschäftsstraße nicht ausschließlich aus Gebäuden und Geschäften bestehen muss.

“Die beiden Seiten der Kö entwickelten sich unterschiedlich”

  • Historisch betrachtet entwickelten sich die beiden Seiten der Königsallee nicht völlig identisch.
  • Die westliche Seite wurde stark von Banken, Verwaltungen und anderen institutionellen Nutzungen geprägt.
  • Die östliche Seite war zunächst stärker von Wohnhäusern geprägt und entwickelte sich später zunehmend zu einem gemischt genutzten Geschäfts- und Dienstleistungsbereich.
  • Auch dadurch entstand der besondere Charakter der Königsallee.
  • Die Straße war niemals ausschließlich eine Einkaufsmeile.
  • Sie war Geschäftsstandort, Wohnadresse, Verwaltungsstandort, gesellschaftlicher Treffpunkt und repräsentative Stadtachse.
  • Diese Mischung ist meiner Meinung nach ein wichtiger Grund dafür, dass die Kö ihre Bedeutung über so viele Generationen hinweg behalten konnte.

“Düsseldorf entwickelt sich – und die Kö entwickelt sich mit”

  • Wenn ich auf Düsseldorf zurückblicke, dann fällt mir vor allem eines auf:
  • Diese Stadt hat sich ständig verändert.
  • Ich habe Düsseldorf nicht als statisches Stadtbild kennengelernt.

”Zwischen den 1960er-Jahren und dem heutigen Düsseldorf liegen enorme gesellschaftliche, wirtschaftliche und technische Veränderungen”

  • Straßen haben sich verändert, Gebäude wurden abgerissen oder neu errichtet, Geschäfte kamen und gingen, der Verkehr veränderte sich und ganze Stadtbereiche erhielten ein neues Gesicht.
  • Besonders deutlich ist dieser Wandel rund um die Königsallee zu erkennen.
  • Und genau deshalb ist die Kö für mich auch ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Stadtgeschichte nicht nur aus alten Gebäuden besteht.
  • Stadtgeschichte ist ein kontinuierlicher Prozess.

“Die Königsallee und die Entwicklung Düsseldorfs zur Modestadt”

  • Düsseldorf besitzt eine lange Tradition als Mode- und Messestandort.
  • Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Stadt zunehmend zu einem bedeutenden Zentrum der deutschen Modewirtschaft.
  • Ein wichtiger Meilenstein war 1949 eine große Freiluft-Modenschau auf der Königsallee, zu der rund 15.000 Besucher gekommen sein sollen.
  • Ebenfalls 1949 begann die Geschichte der Igedo.
  • Aus dieser Entwicklung entstand über die Jahrzehnte eine außergewöhnliche Konzentration von Modeunternehmen, Showrooms und internationalen Marken.
  • Heute verfügt Düsseldorf über mehr als 600 Showrooms und rund 1.000 internationale Marken.
  • Damit ist Düsseldorf weit mehr als eine Stadt, in der man Mode einkaufen kann.
  • Die Stadt ist ein bedeutender Standort für die Modebranche.

“Luxus und internationale Marken gehören heute zum Bild der Kö”

  • Wenn ich heute an die Königsallee denke, gehören internationale Luxusmarken untrennbar zum Erscheinungsbild.
  • Prada, Gucci, Hermès, Chanel, Dior und Louis Vuitton sind nur einige der Namen, die das heutige Image der Straße prägen.
  • Darüber hinaus finden sich zahlreiche weitere internationale und deutsche Marken.
  • Die Kö ist damit zu einer Adresse geworden, die weit über Düsseldorf hinaus bekannt ist.
  • Für Besucher aus dem Ausland ist die Königsallee teilweise sogar ein Synonym für Düsseldorf.
  • Aber auch hier darf man meiner Meinung nach nicht den Fehler machen, die Straße ausschließlich auf Luxus und Shopping zu reduzieren.
  • Ihre eigentliche Bedeutung ist wesentlich größer.

“Kö-Galerie und Kö-Center”

  • Im Laufe der Zeit entstanden rund um die historische Königsallee moderne Gebäude und Einkaufszentren.
  • Die Kö-Galerie verbindet moderne Einkaufsarchitektur mit der zentralen Lage an der Königsallee.
  • Sie verfügt über rund 20.000 Quadratmeter Verkaufsfläche auf mehreren Ebenen und bietet zusätzlich umfangreiche Parkmöglichkeiten.
  • Das Kö-Center wiederum zeigt eine andere Seite der Kö.
  • Hier treffen hochwertige Geschäfte auf Büros, medizinische Praxen, Beratungsunternehmen, Rechtsanwälte, Notare und weitere Dienstleistungen.
  • Auch daran lässt sich erkennen, dass die Königsallee niemals nur ein Einkaufsstandort war.
  • Sie ist gleichzeitig Wirtschaftsstandort.

“SEVENS bringt eine weitere moderne Dimension”

  • Mit SEVENS kam ein weiterer moderner Bestandteil hinzu.
  • Das Gebäude verbindet Einzelhandel, Gastronomie und Unterhaltung auf mehreren Ebenen.
  • Besonders auffällig ist die große LED-Kugel, die ursprünglich im Zusammenhang mit dem deutschen Pavillon auf der Expo 2010 in Shanghai bekannt wurde.
  • Solche Projekte zeigen für mich sehr deutlich, wie stark sich die Königsallee im Laufe der Jahrzehnte verändert hat.
  • Historische Gebäude stehen neben moderner Architektur.
  • Traditionelle Geschäfte befinden sich neben internationalen Marken.
  • Und genau diese Mischung macht die Innenstadt interessant.

“Der Kö-Bogen verändert das Bild der Innenstadt”

  • Noch deutlicher wurde der Wandel mit dem Kö-Bogen.
  • Der erste Bauabschnitt wurde nach den Entwürfen des Architekten Daniel Libeskind realisiert und 2013 fertiggestellt.
  • Das Projekt verbindet die Bereiche rund um Königsallee, Schadowstraße und Hofgarten.
  • Mit seiner außergewöhnlichen Architektur setzte der Kö-Bogen einen deutlichen Kontrapunkt zur historischen Bebauung.
  • Für mich ist das ein besonders gutes Beispiel dafür, wie Düsseldorf mit seiner Stadtentwicklung umgeht.
  • Die Stadt bewahrt historische Bereiche und lässt gleichzeitig moderne Architektur zu.
  • Das Ergebnis ist kein einheitliches Stadtbild aus einer einzigen Epoche, sondern ein Nebeneinander verschiedener Zeiten.

“Der Kö-Bogen II und die neue Innenstadt”

  • Mit dem zweiten Abschnitt des Kö-Bogens wurde der nördliche Bereich der Innenstadt nochmals grundlegend verändert.
  • Neue Grünflächen, moderne Architektur und veränderte Verkehrsführungen haben diesen Bereich deutlich verändert.
  • Wer Düsseldorf aus früheren Jahrzehnten kennt, erkennt dort heute teilweise kaum noch das alte Stadtbild.
  • Und genau hier wird für mich der Unterschied zwischen Erinnerung und aktueller Realität besonders deutlich.
  • Ich kann mich an frühere Stadtbilder erinnern und gleichzeitig sehen, was daraus geworden ist.

“Auch die Bäume der Kö haben Geschichte”

  • Selbst der Baumbestand der Königsallee erzählt eine Geschichte.
  • Die Bepflanzung wurde im Laufe der Zeit mehrfach verändert.
  • Ursprünglich kamen unter anderem Pyramidenpappeln und Schwertbuchen zum Einsatz.
  • Nachdem es dort Ausfälle gegeben hatte, wurden bereits 1806 und 1807 Schwertbuchen teilweise durch Rosskastanien ersetzt.

”Im Laufe der folgenden Jahrzehnte veränderte sich der Baumbestand erneut”

  • Heute steht Düsseldorf vor der Aufgabe, den historischen Charakter der Kö mit den Anforderungen an einen langfristig stabilen und klimaangepassten Baumbestand zu verbinden.
  • Deshalb ist unter anderem vorgesehen, einen Teil der Kastanien durch Linden zu ersetzen.
  • Auch das sehe ich nicht ausschließlich als Verlust.
  • Für mich ist es ein Beispiel dafür, dass historische Stadtgestaltung immer wieder an neue Bedingungen angepasst werden muss, wenn man ihren Charakter langfristig erhalten möchte.

“Die Königsallee als Hotel- und Gastronomiestandort”

  • Zur Bedeutung der Kö gehören selbstverständlich auch Hotels und Gastronomie.
  • Häuser wie der Breidenbacher Hof, das Steigenberger Parkhotel oder das Kö59 unterstreichen die Bedeutung des Bereichs als internationale Adresse.

”Besucher kommen nicht ausschließlich zum Einkaufen nach Düsseldorf”

  • Sie kommen zu Geschäftsterminen, Veranstaltungen, gastronomischen Erlebnissen, Übernachtungen oder einfach zum Flanieren.
  • Und genau das macht die Königsallee für mich so interessant.
  • Man muss dort nicht zwingend etwas kaufen, um die Atmosphäre dieser Straße zu erleben.

“Die Kö ist auch ein öffentlicher Raum”

  • Dieser Punkt wird meiner Meinung nach häufig unterschätzt.
  • Die Königsallee ist nicht nur Handelsfläche.
  • Sie ist auch öffentlicher Raum.
  • Menschen gehen dort spazieren, treffen sich, fotografieren, beobachten das Stadtleben oder sitzen am Wasser.
  • Touristen machen Bilder, Geschäftsleute gehen zu ihren Terminen und die Düsseldorfer nutzen die Straße als Teil ihres alltäglichen Lebens.
  • Das macht die Kö zu einem lebendigen Bestandteil der Stadt.

“Meine persönliche Sicht auf den Wandel Düsseldorfs”

  • Und genau an diesem Punkt kommt meine persönliche Geschichte wieder ins Spiel.
  • Ich wurde 1962 in Düsseldorf-Lierenfeld geboren und habe meine ersten acht Lebensjahre in Meerbusch-Osterath verbracht.

”Seitdem habe ich Düsseldorf und die Region immer wieder aus unterschiedlichen Perspektiven erlebt”

  • Wenn ich heute auf die Stadt schaue, erkenne ich vieles wieder – und gleichzeitig sehr vieles nicht mehr.
  • Das klingt zunächst vielleicht widersprüchlich.
  • Für mich ist es das aber nicht.
  • Eine Stadt darf sich verändern.
  • Sie muss sich sogar verändern, wenn sie mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen Schritt halten möchte.
  • Ich habe Düsseldorf über viele Jahrzehnte hinweg als eine Stadt erlebt, die sich immer wieder neu orientiert hat.

”Gerade bei der Königsallee ist dieser Wandel für mich besonders deutlich sichtbar”

  • Aus meiner persönlichen Sicht hat sich Düsseldorf dabei vielfach und teilweise geradezu rasant zum Positiven entwickelt.
  • Das bedeutet nicht, dass jede Veränderung automatisch gut ist oder dass jeder Düsseldorfer dieselbe Entwicklung genauso beurteilen muss wie ich.
  • Es bedeutet lediglich, dass ich als gebürtiger Düsseldorfer auf mehr als sechs Jahrzehnte eigener Beobachtung zurückblicken kann.
  • Und diese Perspektive gehört für mich zu einer ehrlichen Analyse dazu.

“Düsseldorf aus den Augen eines Journalisten”

  • Als freiberuflicher Journalist und Redakteur schaue ich natürlich anders auf eine Stadt als jemand, der sie ausschließlich als Tourist besucht.
  • Ich interessiere mich für Zusammenhänge.
  • Mich interessiert, warum eine Straße so aussieht, wie sie aussieht.
  • Mich interessiert, wie Gebäude entstanden sind, welche wirtschaftlichen Entwicklungen dahinter stehen und wie sich eine Stadtgesellschaft verändert.
  • Bei Düsseldorf kommt allerdings noch etwas hinzu:
  • Die persönliche Erinnerung.
  • Ich kann deshalb historische Fakten und persönliche Wahrnehmung miteinander verbinden.

Genau das möchte ich mit diesem Beitrag tun.

“Die Königsallee ist ein Spiegel der Stadtgeschichte”

  • Wenn ich die gesamte Entwicklung betrachte, ist die Königsallee für mich beinahe ein Spiegel Düsseldorfs.
  • Sie beginnt historisch mit den ehemaligen Befestigungsanlagen.
  • Sie wird zur repräsentativen Allee.

”Sie trägt zunächst den Namen Kastanienallee”

  • Sie erlebt politische Spannungen und wird anschließend zur Königsallee.
  • Sie entwickelt sich zu einer bedeutenden Geschäftsadresse.
  • Düsseldorf wird zum Mode- und Messestandort.
  • Internationale Marken kommen hinzu.
  • Moderne Einkaufszentren entstehen.
  • Mit dem Kö-Bogen verändert sich die Architektur.
  • Der Baumbestand wird an neue klimatische Bedingungen angepasst.
  • Und gleichzeitig bleibt der Kö-Graben als historisches Element erhalten.
  • Das ist für mich Stadtentwicklung in ihrer sichtbarsten Form.

“Warum die Kö für mich mehr als eine Luxusmeile ist”

  • Wenn ich die Königsallee heute betrachte, sehe ich deshalb nicht einfach eine Straße voller Luxusgeschäfte.
  • Ich sehe Geschichte.
  • Ich sehe Stadtplanung.
  • Ich sehe Architektur.
  • Ich sehe Wirtschaft.
  • Ich sehe Mode.
  • Ich sehe Tourismus.
  • Ich sehe Gastronomie und Hotellerie.
  • Ich sehe öffentlichen Raum.
  • Und ich sehe einen Teil meiner Heimatstadt.
  • Genau diese Kombination macht die Kö für mich so faszinierend.

“Düsseldorf zwischen Vergangenheit und Zukunft”

  • Düsseldorf steht heute vor denselben Herausforderungen wie viele andere Großstädte.
  • Innenstädte verändern sich, der Einzelhandel wandelt sich, Mobilität verändert sich und Klimaanpassung wird immer wichtiger.
  • Gleichzeitig bleibt die historische Identität einer Stadt von großer Bedeutung.
  • Die Königsallee zeigt, dass beides miteinander verbunden werden kann.
  • Man kann historische Elemente erhalten und trotzdem moderne Architektur schaffen.
  • Man kann eine traditionsreiche Straße weiterentwickeln und gleichzeitig ihren ursprünglichen Charakter respektieren.
  • Man kann neue Marken und neue Konzepte integrieren, ohne die Geschichte vollständig auszulöschen.
  • Für mich ist genau dieses Zusammenspiel ein wesentlicher Bestandteil der Düsseldorfer Identität.

“Mein persönliches Fazit”

  • Wenn ich heute als gebürtiger Düsseldorfer und Journalist auf die Königsallee schaue, sehe ich nicht nur eine der bekanntesten Einkaufsstraßen Deutschlands.
  • Ich sehe einen Teil meiner eigenen Heimat.

”1962 wurde ich in Düsseldorf-Lierenfeld geboren”

  • Meine ersten acht Lebensjahre verbrachte ich in Meerbusch-Osterath.
  • Danach blieb Düsseldorf für mich ein zentraler Bezugspunkt meines Lebens und meiner persönlichen Wahrnehmung des Rheinlandes.
  • Über die Jahrzehnte habe ich erlebt, wie sich Düsseldorf verändert hat.
  • Und gerade die Königsallee zeigt diese Veränderung besonders deutlich.
  • Aus ehemaligen Befestigungsanlagen wurde eine repräsentative Allee.

”Aus der Kastanienallee wurde die Königsallee”

  • Aus einer historischen Stadtstraße entwickelte sich eine internationale Adresse für Handel, Mode, Wirtschaft, Hotellerie und Tourismus.
  • Gleichzeitig sind historische Elemente wie der Kö-Graben erhalten geblieben.
  • Wenn ich deshalb heute auf Düsseldorf schaue, dann sehe ich eine Stadt, die niemals stehen geblieben ist.

”Und genau das empfinde ich persönlich als eine ihrer großen Stärken”

  • Düsseldorf hat sich verändert.
  • Die Königsallee hat sich verändert.
  • Auch ich habe mich natürlich verändert.

”Aber die Verbindung zwischen mir und dieser Stadt ist geblieben”

  • Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich die Königsallee nicht einfach nur analysieren kann.
  • Ich muss sie auch ein Stück weit aus meiner eigenen Geschichte heraus betrachten.
  • Denn für mich ist die Königsallee nicht nur die „Kö“.
  • Sie ist ein Stück Düsseldorf.

”Und Düsseldorf ist ein Stück meiner eigenen Lebensgeschichte”

Click to rate this post!
[Total: 0 Average: 0]
Tags: